Eine Immobilie im Scheidungsfall verkaufen
Das sollten Sie im Scheidungsfall wissen
Eine Scheidung ist nie einfach. Neben emotionalen Herausforderungen stehen auch viele organisatorische Fragen im Raum – besonders dann, wenn gemeinsames Eigentum im Spiel ist.
Eine gemeinsame Immobilie, einst Symbol für den Lebensweg zu zweit, wird plötzlich zur Streitfrage. Soll sie verkauft werden? Wer erhält was? Wie läuft die Aufteilung des Verkaufserlöses? Und was passiert, wenn einer der Partner weiter darin wohnen möchte?
In dieser sensiblen Situation ist ein klarer, strukturierter Ablauf wichtig – gepaart mit Verständnis für die emotionale Lage beider Seiten.
Eine gemeinsame Immobilie, einst Symbol für den Lebensweg zu zweit, wird plötzlich zur Streitfrage. Soll sie verkauft werden? Wer erhält was? Wie läuft die Aufteilung des Verkaufserlöses? Und was passiert, wenn einer der Partner weiter darin wohnen möchte?
In dieser sensiblen Situation ist ein klarer, strukturierter Ablauf wichtig – gepaart mit Verständnis für die emotionale Lage beider Seiten.

Punkt 1
Die Eigentumsverhältnisse klären
Zunächst sollte geprüft werden, wem die Immobilie gehört:
- Wurde sie gemeinsam gekauft? → Beide sind im Grundbuch eingetragen (je 50 %).
- Gehört sie nur einem Ehepartner? → Der andere hat i. d. R. kein Verkaufsrecht, könnte aber Ausgleichsansprüche haben (z. B. bei finanziellen Beteiligungen oder Wertsteigerungen während der Ehe).
Punkt 2
Einvernehmliche Lösung anstreben
Je mehr Einigkeit besteht, desto reibungsloser verläuft der Verkaufsprozess. Deshalb ist ein offenes Gespräch – ggf. mit Vermittlung eines neutralen Dritten (Mediator oder Makler) – hilfreich, um gemeinsame Ziele zu definieren.
Punkt 3
Verkauf, Vermietung oder Übernahme durch einen Partner
Es gibt mehrere Möglichkeiten:
- Verkauf an Dritte: beide erhalten den Erlös (ggf. anteilig).
- Übernahme durch einen Ex-Partner: dieser kauft den anderen aus.
- Vermietung: denkbar bei guter Kommunikation und klaren Vereinbarungen.
Punkt 4
Immobilienwert professionell ermitteln lassen
Ein neutraler Makler oder Gutachter sollte den Marktwert der Immobilie ermitteln, um eine faire Basis für alle weiteren Schritte zu schaffen – sei es für den Verkauf oder die Auszahlung eines Anteils.
Punkt 5
Finanzielle Verbindlichkeiten klären
Liegt noch eine Finanzierung auf dem Objekt, muss geprüft werden:
- Wer ist Kreditnehmer?
- Wie hoch ist die Restschuld?
- Welche Vorfälligkeitsentschädigungen können bei frühzeitiger Tilgung entstehen?
Punkt 6
Steuerliche Aspekte prüfen
Ein Verkauf kann unter bestimmten Umständen steuerpflichtig sein (z. B. Spekulationssteuer). Steuerliche Beratung ist besonders wichtig, wenn:
- Die Immobilie vermietet war.
- Sie nicht selbst genutzt wurde.
- Der Verkauf innerhalb von 10 Jahren nach Erwerb erfolgt
Punkt 7
Verkaufsvorbereitung: Unterlagen & Präsentation
Ein erfahrener Makler hilft, alle notwendigen Verkaufsunterlagen (z. B. Grundbuchauszug, Energieausweis, Bauunterlagen) zusammenzutragen und das Objekt professionell am Markt zu präsentieren – neutral und diskret.
Punkt 8
Verkauf und Kaufvertrag
Sind Käufer gefunden und der Verkaufspreis einvernehmlich beschlossen, wird ein notarieller Kaufvertrag aufgesetzt. Der Verkaufserlös wird nach Grundbucheintrag und Kaufpreiszahlung gemäß Eigentumsanteil (oder anderer Vereinbarung) aufgeteilt.
Wichtig: Der Notar benötigt die Zustimmung beider Eigentümer für die Beurkundung.
Wichtig: Der Notar benötigt die Zustimmung beider Eigentümer für die Beurkundung.
Punkt 9
Verkaufserlös fair aufteilen
In der Praxis erfolgt die Aufteilung:
- nach Eigentumsanteilen im Grundbuch
- oder nach ehevertraglichen bzw. außergerichtlichen Regelungen (z. B. Vergleich, Zugewinnausgleich)
Punkt 10
Abschließen und emotional loslassen
Auch wenn der Verkauf ein geschäftlicher Vorgang ist, steckt in der Immobilie oft viel Emotion. Beide Parteien sollten sich Zeit nehmen, diesen Abschnitt innerlich abzuschließen.
Unsere Provision ist geringer als üblich!
