Immobilien Know-How


Kaufnebenkosten: Mit diesen Kosten müssen Käufer wirklich rechnen

Wer eine Immobilie kauft, schaut in erster Linie auf den Kaufpreis. Doch der eigentliche Betrag, den Sie am Ende aufbringen müssen, liegt meist deutlich höher – denn Kaufnebenkosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und können schnell 10–15 % der Gesamtsumme ausmachen. Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, zeigen wir Ihnen hier, mit welchen Kosten Sie wirklich rechnen müssen.

1. Grunderwerbsteuer – Pflicht für jeden Käufer
Die Grunderwerbsteuer ist in jedem Bundesland unterschiedlich hoch und wird beim Immobilienkauf automatisch fällig. Sie beträgt aktuell je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. In Bayern sind es z. B. 3,5 %, in Nordrhein-Westfalen dagegen 6,5 %.

Beispiel: Kaufpreis: 400.000 €
Grunderwerbsteuer in NRW (6,5 %): 26.000 €

2. Notarkosten & Grundbucheintrag – ohne sie geht nichts
Ohne Notar kein Eigentumsübergang. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und kümmert sich um die Eintragung im Grundbuch. Diese Leistungen sind gesetzlich geregelt und kosten zusammen etwa 1,5 % bis 2,0 % des Kaufpreises.

Darin enthalten:
  • Notargebühren für den Kaufvertrag
  • Kosten für Grundbuchauszug & Eintragung
  • ggf. Gebühren für Grundschuld-Eintragungen (wenn finanziert)

3. Maklerprovision – wenn ein Makler eingeschaltet ist
Falls die Immobilie über einen Immobilienmakler vermittelt wurde, fällt in vielen Fällen eine Maklerprovision an. Seit dem Bestellerprinzip bei Wohnimmobilien teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision meist zur Hälfte. Der übliche Satz liegt bundesweit bei 3,0–3,57 % (inkl. MwSt.) pro Seite.
Wichtig: In manchen Regionen (z. B. Berlin oder Hamburg) ist es noch üblich, dass der Käufer die volle Provision trägt – achten Sie hier auf die genaue Vereinbarung im Exposé oder im Gespräch mit dem Makler.

4. Kosten für die Finanzierung – oft unterschätzt
Wer eine Immobilie finanziert, muss zusätzlich mit Bankgebühren, Bereitstellungszinsen, Kosten für die Grundschuld-Eintragung und ggf. Gebühren für Gutachten rechnen. Auch eine sogenannte Gebühr für die Schufa-Auskunft oder eine Gebühr für die Grundschuldbestellung beim Notar kann hinzukommen.

Diese Kosten sind individuell und hängen stark vom gewählten Finanzierungsmodell ab, sollten aber in der Kalkulation auf keinen Fall fehlen.

5. Renovierung, Umzug & Ausstattung – die weichen Nebenkosten
Oft vergessen: Nach dem Kauf geht es weiter. Je nach Zustand der Immobilie sollten Sie Kosten für Renovierung oder Sanierung, Umzugskosten, Möbel und Einrichtung oder auch Gartenpflege mit einplanen. Diese Posten variieren stark – können aber schnell mehrere Tausend Euro betragen.

Beispielrechnung: Was kostet ein Haus wirklich?
Kaufpreis der Immobilie: 400.000 €

Grunderwerbsteuer (NRW) 6,5 % => 26.000 €
Notar & Grundbuch 1,5 % => 6.000 €
Maklerprovision (je 3,57 %) => 14.280 €
Finanzierungskosten => ca. 2.000 €
Gesamte Kaufnebenkosten ca. 12 % => 48.280 €

Gesamtkosten inkl. Nebenkosten: rund 448.280 €
Realistisch kalkulieren lohnt sich
Viele Käufer kalkulieren zu knapp – und das kann im Nachhinein teuer werden. Eine realistische Planung der Kaufnebenkosten schützt vor bösen Überraschungen und schafft Klarheit über den tatsächlichen Finanzierungsbedarf.
Tipp vom Profi: Berücksichtigen Sie mindestens 10–14 % des Kaufpreises zusätzlich – je nach Region und Umfang der gewünschten Modernisierung auch mehr.

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