Immobilien Know-How


Haus verkaufen – das sind die Kosten, die anfallen

Ein Hausverkauf bringt nicht nur Einnahmen – er kostet auch Geld. Wer seine Immobilie verkaufen möchte, sollte die Kosten im Blick behalten, um später keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Die Ausgaben lassen sich gut kalkulieren, wenn man weiß, worauf zu achten ist.

1. Maklerprovision
Wenn Sie einen Immobilienmakler beauftragen, fällt in der Regel eine Maklercourtage an. Seit der Gesetzesänderung 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision meist hälftig, sofern der Makler für beide Seiten tätig ist. Üblich sind 3,0 % bis 3,57 % inkl. MwSt. auf den Verkaufspreis – also z. B. rund 10.700 € bei einem Verkaufspreis von 300.000 € (für den Verkäuferanteil).

Tipp: Ein guter Makler holt durch professionelle Vermarktung und Verhandlung häufig einen höheren Preis heraus, der seine Kosten mehr als rechtfertigt.

2. Notarkosten und Grundbuch
Die Beurkundung des Kaufvertrags übernimmt der Notar, die Kosten trägt in der Regel der Käufer. Aber: Wenn der Verkäufer eine Löschung einer Grundschuld oder Hypothek veranlassen muss, kommen Kosten von ca. 0,1 % bis 0,2 % der Restschuld auf ihn zu.

Beispiel: Bei einer Löschung von 100.000 € können etwa 100–200 € Notar- und Grundbuchkosten entstehen.

3. Vorfälligkeitsentschädigung bei laufendem Kredit
Falls Sie noch ein laufendes Darlehen auf die Immobilie haben und dieses vorzeitig ablösen, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Diese kann je nach Restlaufzeit und Zinsbindung mehrere Tausend Euro betragen.

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie von einem Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren (§ 489 BGB) Gebrauch machen können – dann fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an.
4. Kosten für Energieausweis
Der Energieausweis ist beim Verkauf Pflicht. Ein verbrauchsbasierter Ausweis kostet ca. 80–150 €, ein bedarfsbasierter Ausweis (bei unsanierten Gebäuden oder Einzelverkauf) kann bis zu 400 € kosten.

Tipp: Makler bieten diesen Service oft inklusive oder zu vergünstigten Konditionen an.

5. Renovierung & Home Staging
Kleine Investitionen vor dem Verkauf steigern oft den Verkaufspreis. Dazu zählen z. B.:

  • Malerarbeiten
  • Gartenpflege
  • kleinere Reparaturen
  • professionelles Home Staging

Je nach Aufwand können hier mehrere hundert bis einige tausend Euro anfallen – mit potenziell großem Effekt auf den Verkaufspreis.

6. Spekulationssteuer (falls relevant)
Falls Sie die Immobilie innerhalb der 10-Jahres-Frist verkaufen und sie nicht selbst genutzt haben, kann Spekulationssteuer auf den Gewinn fällig werden. Das betrifft allerdings nur bestimmte Fälle und sollte mit einem Steuerberater geprüft werden.

7. Werbungskosten bei Privatverkauf
Wer ohne Makler verkauft, muss sich um Exposés, Online-Anzeigen, Fotografie und ggf. juristische Beratung selbst kümmern. Auch hier können Kosten von mehreren hundert Euro entstehen.
Hausverkauf kostet – aber Transparenz schützt vor Überraschungen
Die Gesamtkosten beim Hausverkauf liegen – je nach Situation – meist zwischen 1,5 % und 5 % des Verkaufspreises.
Wer gut vorbereitet ist und die richtigen Profis an seiner Seite hat, verkauft nicht nur schneller, sondern meist auch zu besseren Konditionen – und mit weniger Stress.

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